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PRESSEMITTEILUNG

Junger Herzwissenschaftler erhält 
Oskar-Lapp-Forschungspreis

Neuer Ansatz zu den Genetischen Ursachen der Aortenklappenstenose

Stuttgart/Mannheim, 15. April 2026

Die Verengung der Aortenklappe gehört zu den häufigsten Herzerkrankungen weltweit. Wird sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, reduzieren sich Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich. Nun hat der junge Hamburger Herzwissenschaftler Dr. Shinwan Kany (33 J) einen wegweisenden, Deep-Learning-basierten Ansatz zur Entschlüsselung der zugrundeliegenden Genetik entwickelt. Dafür erhielt er den renommierten Oskar-Lapp-Forschungspreis 2026. Die feierliche Preisverleihung erfolgte im Rahmen der 92. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) am 9. April 2026 in Mannheim.

Verleihung des Oskar-Lapp-Forschungspreises 2026 (v.l.n.r.): Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Prof. Dr. Thomas Nordt, Preisträger Dr. Shinwan Kany, Maximilian Lapp, Prof. Dr. Stephan Willems (©DGK/Thomas Hauss)

Internationale Studien schätzen, dass weltweit rund neun Millionen Menschen an einer degenerativen Aortenklappenstenose leiden. Die Herzerkrankung nimmt vor allem in hochentwickelten Ländern stark zu. „Oft verläuft sie jahrelang symptomarm. Wenn man sie bemerkt, ist das Herz in der Regel bereits deutlich überlastet. Eine verlässliche Früherkennung könnte die Behandlungsmöglichkeiten erheblich verbessern. Doch Ansätze dafür fehlen bisher, denn die biologischen Ursachen sind noch weitgehend unklar. Die ausgezeichnete Arbeit könnte das nun ändern“, sagt Andreas Lapp, Mitglied des Stiftungskuratoriums der Oskar-Lapp-Stiftung.

Im Rahmen seiner Forschung kombiniert Dr. Shinwan Kany erstmals KI‑basierte MRT‑Analysen mit großangelegten genetischen Untersuchungen von knapp 60.000 Studien-Teilnehmenden. Dieser Ansatz kann die genetische Grundlage der Aortenklappenstenose entschlüsseln und damit als Ansatzpunkt für Medikamente dienen. In seiner Analyse fand Dr. Kany insgesamt 166 Gene, die die Entstehung der Krankheit beeinflussen. Er beschreibt zentrale Stoffwechselwege – darunter Lp(a) sowie LDL/ApoB-assoziierte Signalwege, aber auch Phosphat-Signalwege – als potenziell kausale Treiber der Erkrankung und eröffnet neue Perspektiven für zukünftige präventive Therapien.

Stiftungsmitglieder

Neben Andreas, Volker und Matthias Lapp gehören dem Kuratorium der Oskar-Lapp-Stiftung Prof. Dr. Roderich C. Thümmel (Rechtsanwalt), Prof. Dr. Thomas Nordt (Ärztlicher Direktor, Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital), Konstantinos Papoutsis (Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.) und Thomas Fuhrmann (Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart) an.

Verleihung des Oskar-Lapp-Stipendiums 2026 (v.l.n.r.): Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Prof. Dr. Thomas Nordt, Preisträger Prof. Dr. Dr. Dario Bongiovanni, Maximilian Lapp, Prof. Dr. Stephan Willems (©DGK/Thomas Hauss)

Herz-Kreislauf-Forschung im Fokus

Die Oskar-Lapp-Stiftung wurde 1992 zum Gedenken an den an einem Herzinfarkt verstorbenen Unternehmer Oskar Lapp gegründet. Die Stiftung ist eine der bedeutendsten Förderer des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Herz-Kreislauf-Forschung in Deutschland. Sie zeichnet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) jedes Jahr junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Herz- und Kreislaufforschung aus. So leistet sie Schrittmacherdienste, um Nachwuchstalente gezielt zu fördern. Der Oskar-Lapp-Forschungspreis ist mit 12.000,– Euro dotiert. Neben dem Oskar-Lapp-Forschungspreis wird auch alle zwei Jahre ein Oskar-Lapp-Stipendium ausgelobt, das mit bis zu 20.000,– Euro für Sachmittel ausgestattet ist. Der Förderzeitraum beträgt bis zu zwei Jahre.

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Das Spendenkonto der Oskar-Lapp-Stiftung lautet:

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